Außergewöhnliche Schönheiten

Vodice – Opatija

6. Tag

An diesem Tag besuchen wir die Krka-Wasserfälle und die Städte Zadar und Rijeka. Unsere Reiseroute führt von Vodice über den Nationalpark Krka und über die Städte Zadar, Senj und Rijeka nach Opatija (375 km).

Karte Vodice - Opatija

Nach 12 km Fahrt erreichen wir den NATIONALPARK KRKA. Da das ganze Adriagebiet ein Karstgebiet ist, kann sich auf den Kalksteinen das Regenwasser nicht halten und fließt unter die Bodenoberfläche. Das Besondere des Nationalparks Krka ist, dass der 72 km lange Fluss an der Oberfläche fließt, was ein seltenes Naturphänomen ist. Beim Spaziergang werden wir unzählige Wasserfälle sehen und durch einen dichten Wald gehen, der mit über 800 Pflanzenarten an einigen Stellen urwaldähnlich wirkt. Über eine Reihe von Brücken kommen wir zum größten Wasserfall Skradinski buk, der 45 m hoch ist und dessen Wasser in 17 Kaskaden herabfällt. Hier fließen in einer Sekunde etwa 43 m3 Wasser. An dieser Stelle halten sich die Fotografen natürlich am längsten auf, da hier in den sechziger Jahren auch Filme von Karl May gedreht wurden. Aus Šibenik kann danach die Seefestung des hl. Nikolaus (UNESCO-Weltkulturerbe) erreicht werden. Anschließend fahren wir weiter auf der Adria-Küstenstraße, vorbei an den 89 unbewohnten Inseln und den 56 Inselchen, die den Nationalpark Kornaten bilden, außerdem vorbei an den bewohnten Inseln Žirje, Murter, Pašman, Ugljan, Iž und Dugi bis nach Zadar.

ZADAR (69.600 Einwohner, ausgesprochen Sadar), die Hauptstadt Norddalmatiens, spielte seit jeher wegen ihrer günstigen geographischen Lage eine wichtige Rolle in Politik und Verkehr. Wir werden die interessantesten Sehenswürdigkeiten besichtigen, wie die Kirche der Hl. Maria und die Kirche des Hl. Donatus. Anfang des IX Jh., zur Zeit von Karl dem Großen, war Donatus ein Botschafter in Aachen. Diese Kirche wurde von ihm nach dem Vorbild des Aachener Doms mit dem Baumaterial aus der ehemaligen Römerstadt Iadera (heute Zadar) errichtet. Nach seinem Tode wurde Donatus heilig gesprochen, und diese Kirche erhielt seinen Namen. Sie steht auf dem ehemaligen Hauptplatz aus der Römerzeit, der unlängst teilweise rekonstruiert wurde. Neben der Kirche des hl. Donatus ist der Dom der Hl. Anastasia besuchenswert, der durch seine prunkvolle romanische Fassade bekannt wurde. Unweit der mittelalterlichen städtischen Loggia und des Uhrturms bieten die Bauern von Ravni Kotari (aus der Umgebung von Zadar) auf dem Markt nebenan mit viel Lärm ihr eigenes Obst und Gemüse an. Es ist empfehlenswert zu feilschen. In der Zeit zur freien Verfühunh lohnt es sich, die Meeresorgel zu besuchen und sich bei der Musik und den Geräuschen des Meeres zu entspannen.

Nachdem wir Zadar verlassen haben, fahren wir durch einen Teil von Ravni Kotari. Danach überqueren wir die Maslenica-Brücke, die als Teilstück der Autobahn vor einigen Jahren dem Verkehr übergeben wurde. Unsere weitere Strecke führt in das Velebit-Gebirge, wo eine wilde unberührte Natur vorherrscht. Auf dieser Route werden Sie herrliche Blicke über die hohen Berge genießen und sich mit weiteren Karstphänomenen vertraut machen. Diese Landschaft ist kaum bewohnt, und es herrscht eine wilde, unberührte Natur vor. Wir fahren unweit des Nationalparks Paklenica vorbei. Hier ist einer der Ausgangspunkte zur Besteigung des längsten kroatischen Gebirges, des Velebit. Dieses Bergmassiv ist 145 Kilometer lang und wird uns bis nach Senj begleiten. Gegenüber dem Nationalpark befindet sich die Brücke, welche die Insel Pag mit dem Festland verbindet. Diese Insel ist bekannt durch Handarbeiten aus Spitzen, Schafskäse, durch die Gewinnung von Meersalz, und bei den Jüngeren durch die international bekannte Diskothek Zrče. Man kann sich wundern, warum keine Vegetation auf der Seite zum Festland auf dieser Insel besteht, während die Seite zum Meer begrünt ist. Der starke und kalte Wind Bura, der vom Festland in Richtung offenes Meer bläst, ist dafür verantwortlich. Dies betrifft nicht nur die Insel Pag (7.700 Einwohner), sondern auch die Inseln Rab (9.500 Einwohner), Goli, Hl. Grgur, Prvić (ausgesprochen Prvitsch), und Krk die wir vom Vratnik-Pass auf 700 m über dem Meeresspiegel aus sehen werden.

Anschließend kommen wir nach Senj (5.500 Einwohner). Hier gilt ein Sprichwort, das lautet: Der Bura ist in Senj geboren, in Rijeka verheiratet und stirbt in Triest. Dieser Ort ist in der Geschichte bekannt als Ort des Widerstands gegen die Türken wie auch gegen Venedig. Seit dieser Zeit erhebt sich über Senj die gut erhaltene Rebellenfestung Nehaj. Die Lage von Senj war besonders für die reich beladenen venezianischen Handelsschiffe gefährlich, da sie in diesen Gewässern ständig durch die Kämpfer – genannt Uskoken – gekapert wurden. Einige hundert Meter nach Senj fahren wir an der gedachten Linie des 45. Breitengrades vorbei. Dies bedeutet, dass es von hier 5.000 Kilometer bis zum Äquator und 5.000 Kilometer bis zum Nordpol sind. Nach Senj erreichen wir die Riviera von Crikvenica, die bei Novi Vindolski beginnt und über Crikvenica (7.400 Einwohner) nach Kraljevica (2.900 Einwohner) führt.

Gegenüber dieser Riviera liegt die Insel Krk (13.400 Einwohner), mit einer Fläche von 408 qkm die größte Insel der Adria. Sie ist durch eine 1.440 m lange und 66 m hohe Brücke mit dem Festland verbunden. Diese Bogenbrücken hat eine Spannweite von 390 m und ist somit die weltgrößte ihrer Art. Sie wurde 1981 dem Verkehr übergeben. Auf der Insel befindet sich ein Flughafen, der während der Sommermonate geöffnet ist. Vorbei an Kraljevica fahren wir über die große Bucht von Bakar und durch RIJEKA, die Hauptstadt von Primorje (Nordküste Kroatiens). Diese Stadt ist mit über 150.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt an der Ostseite der Adria und gilt als das Industrie- und Kulturzentrum der Region. In der Stadt überqueren wir den Fluss Riječina, der bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs die natürliche Grenze zwischen Italien und Jugoslawien bildete. Auf der Fahrt durch das Stadtinnere sehen wir die Fußgängerzone, die Kapuzinerkirche und beim Verlassen der Stadt die zweitgrößte Schiffswerft Kroatiens: „3. Mai“.

Nach 14 km erreichen wir den Luftkurort Opatija (8.200 Einwohner), bekannt durch zahlreiche Hotels vom Ende des XIX und Anfang des XX Jhs., der Periode der Belle Epoque. Die Stadt war in der Donau-Monarchie der vornehmste Luftkurort, sodass es während der K.u.K.-Zeit eine Prestigefrage war, hier zu verweilen. Hier werden wir zweimal übernachten.

Vervollständigen Sie Ihre Eindrücke von unseren heutigen Besichtigungen mit je einem Klick für Krka, für den Winnetou, und für Zadar.