Römerwelt und venezianischer Charme Istriens

Opatija – Opatija

7. Tag

Dieser Tag ist für die Besichtigung der Halbinsel Istrien mit den Orten Pula und Poreč vorgesehen, zum Ende des Tagesprogramms können Sie am Rest des Nachmittags Opatija selbst erkunden. Unsere Reiseroute führt uns von Opatija über Pula nach Poreč und über Pazin zurück nach Opatija (273 km).

Karte Opatija - Pula - Opatija

Der siebte gemeinsame Tag ist für das meistbesuchte Urlaubsgebiet Kroatiens, die Halbinsel Istrien (3.160 qkm, 280.000 Einwohner), vorgesehen. Nach einer Rundfahrt durch Opatija erreichen wir den Učka-Tunnel (ausgesprochen Utschka). Hier bietet sich ein schöner Blick auf die Inseln Cres und Krk. Interessant ist, dass der Vrana-See, der auf der Insel Cres liegt, diese Insel wie auch die südlich anschließende Insel Lošinj (ausgesprochen: Loschinj) mit Trinkwasser versorgt. Eine unbekannte unterirdische Verbindung zum Festland füllt diesen 84 m tiefen See, dessen tiefster Punkt 16 m unter dem Meeresspiegel liegt. Aus der griechischen Sage ist Cres bekannt als Wohnsitz der Zauberin Circe. Um Odysseus ein Jahr bei sich zu behalten, verzauberte sie seine Matrosen in Schweine. Auch in der Sage vom Goldenen Vlies wird Cres mehrmals erwähnt. Das sind Beweise, dass diese Gegend schon in uralter Zeit bekannt war.

Nach dem Učka-Tunnel, dem drittlängsten Tunnel Kroatiens mit 5.020 m Länge, fahren wir vorbei an Pazin. Vor dem Ort Pula können wir von der Straße aus die Inselgruppe Nationalpark Brijuni sehen, die ehemalige Sommerresidenz des Marschalls und Präsidenten Tito. Heute ist eine von diesen 14 Inseln, die Insel Vanga, die Sommerresidenz des kroatischen Präsidenten. Während einer Schifffahrt können 14 Inseln angeschaut werden. Auf der größten Insel, genannt Große Brijun, besteht noch aus der Zeit von Tito ein Teirpark, in dem die wilden Tiere frei laufen. Diese Tiere aus der ganzen Welt hat Tito als Geschenk von den Präsidenten bekommen, die ihn auf der Brijuni damals besuchten.

In PULA (58.600 Einwohner) (Pertnerstadt von Trier) beginnt unsere Besichtigung mit dem heute viertgrößten Amphitheater der Welt. In der Römerperiode konnte dieses Theater 25.000 Besucher aufnehmen. In der Arena werden wir an die Lebensweise in der Antike erinnert, besonders an die Art und Weise des Zeitvertreibs. Weiter steigen wir hinunter in die Kellerräume zur Ausstellung alter römischer Landkarten mit allen in der damaligen Welt bekannten Verkehrswegen. Dort befinden sich auch Landwirtschaftsgeräte sowie die Amphoren aus verschiedenen Teilen Roms. Unabhängig von der Form mussten die Amphoren bei den Griechen einen Inhalt von 40 Litern haben, bei den Römern einen Römerkubikfuß, der etwas über 27 Liter betrug. Seit August 1950 findet hier jedes Jahr das größte jugoslawische, heute kroatische Filmfestival statt. Danach setzen wir unsere Stadtbesichtigung zu Fuß fort, vorbei an den Ausgrabungsstätten des Mausoleums und entlang der alten römischen Mauern vor der Porta Gemina (Zwillingstor) und zum Herkulestor, die beide aus dem I Jh. v. Chr. stammen. Anschließend folgt der Triumphbogen der Familie Sergi aus dem Jahre 29 – 27 v. Chr. Daneben steht das Haus, in dem am Anfang des XIX Jh. der berühmte irische Schriftsteller James Joyce einige Jahre wohnte. Durch die Innenstadt erreichen wir den Augustus-Tempel und das mittelalterliche Rathaus aus der Zeit der venezianischen Herrschaft. In der Donaumonarchie war Pula der Hauptkriegshafen. Durch die noch reichlich bestehenden Kasernen, Verteidigungsfestungen, Munitionslager und anderen Militärinstallationen von der K. u. K. Kriegsmarine kann man sich während einer Schiffsrundfahrt um den Hafen die Seeschlachten in dieser Zeit gut vorstellen.

Zwischen Pula und Poreč liegt der Ort Rovinj. Dort können Sie den alten Uhrturm, den Stadthaupteingang und das Rathaus sehen. Danach können Sie durch die schmalen Gassen bis zur Spitze des Berges Monte Rosso gehen. Bis zur Bergspitze bieten sich unendliche Fotomotive, und oben erreicht man die Kirche der Hl. Eufemia, in der sich die Gruft der Märtyrerin aus dem Jahr 304 n. Ch. befindet. Bei klarer Sicht bietet sich von dem 60 Meter hohen Glockenturm ein herrlicher Blick von Pula weit bis nach Poreč.

Unweit von Poreč ist die Lim Bucht, die 12 km ins Festland reicht und aussieht wie ein Fjord. An dessen Ende liegt der Ort Vrsar. Unweit davon ist die größte FKK-Anlage Europas für etwa 10.000 Personen.

In POREČ (10.500 Einwohner, ausgesprochen Poretsch) spazieren wir durch die römische Decumanus-Straße, vorbei an der venezianischen Festung mit dem Symbol Venetiens, dem Löwen. Am Adelspalast entlang gehen wir zur Euphrasius Basilika, die als Weltkulturerbe unter dem Schutz von UNESCO steht. Im IV Jh. war hier schon die erste geheime christliche Basilika. Die von uns besuchte Basilika wurde zwischen den Jahren 543 – 553 erbaut. Die Kirche schmücken wunderbare Mosaiken aus der Spätantike und Fresken von Künstlern aus Ravenna. Im Hof steht aus VII Jh. die älteste Taufkapelle Kroatiens, und unweit von der Basilika befindet sich das Istrische Haus aus dem XIII Jh.

Die Rückfahrt führt durch das Landesinnere. Unweit von unserer Route, im Städtchen Motovun (850 Einwohner), kann man sich an einer Suche nach den teuren Trüffelpilzen beteiligen. Über Pazin (5.000 Einwohner), der Hauptstadt Istriens, kommt man in die Mitte der Halbinsel. Auf Grund der tiefen Steilwand im Ort, bekam der französische Schriftsteller Jules Verne 1855 die Inspiration zu seinem Buch Mathias Sandorf.

Um den Vojak, den höchsten Gipfel Istriens, zu erreichen, kann man mit dem Bus eine Seehöhe von etwa 1.100 m.ü.d.M. anfahren. Wenn der Gipfel Vojak erreicht ist, wird man mit einer einmalig schönen Aussicht über die Kvarner-Bucht, den Golf von Triest, die Dolomiten bis weit zum Gipfel des Großglockners belohnt.

Wir durchfahren den Učka-Tunnel und erreichen eine Panoramastraße mit wunderbaren Ausblicken auf die Orte OPATIJA, Ika, Ičići, Lovran, Medveja, Rijeka und die Inseln Krk und Cres in der Kvarner Bucht. Nach dem Erreichen des Hotels können Sie die Atmosphäre von Opatija genießen, wo vor über 175 Jahren im Jahr 1844 der Fremdenverkehr begonnen hat. Am Abend nehmen Sie sich noch Zeit, um das beleuchtete Opatija zu genießen.

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