Riesige Tropfsteinhöhle und Flair eines Luftkurortes

Opatija – Bled

8. Tag

An diesem Tag wollen wir Slowenien mit den Sehenswürdigkeiten der Adelsberger Grotte bei Postojna, der Hauptstadt Sloweniens Ljubljana sowie den Alpen-Luftkurort Bled kennenlernen. Wir fahren von Opatija über Postojna und Ljubljana nach Bled (199 km).

Karte Opatija - Bled

Durch das Landesinnere kommen wir nach Slowenien unweit von Lipica (Deutsch Lipizza) wo sich das bekannte Gestüt befindet, und fahren in die Nähe von Divača. Dort ist die Höhle Škocjan. Die internationale wissenschaftliche Öffentlichkeit hat die Bedeutung der Höhlen von Škocjan als UNESCO Weltnaturerbe anerkannt. Der Pfad durch den unterirdischen Cañon in den Höhlen von Škocjan überquert den Fluss Reka mit einer Brücke, die sich 45 m über dem Fluss befindet.

Der erste Aufenthalt ist bei POSTOJNA (7.600 Einwohner) für die Adelsberger Grotte vorgesehen, die weltberühmte Tropfsteinhöhle, die bis heute von über 39.000.000 Personen besucht wurde. Von der gesamten Höhlenlänge, die über 24 km beträgt, werden 5 km teils mit einem Schmalspurschienenzug, teils zu Fuß besichtigt. Dieses natürliche Phänomen, das nur im Karstgebiet auftritt, besteht aus Stalaktiten und Stalagmiten. Neben den Plitwitzer Seen, den Roten und Blauen Seen bei Imotski, der Meeresküste, den Süßwasserquellen unterhalb des Meeresspiegels, den Krka-Wasserfällen ist die Höhle einer der Höhepunkte unserer Reise durch die Karstgebiete Kroatiens und Sloweniens. In der Grotte sehen wir, was sich unter der Erdoberfläche in einem Karstgebiet abspielt: das natürliche Phänomen der Stalaktiten und Stalagmiten. Diese Tropfsteinhöhlen bestehen aus größeren und kleineren Grotten. In der größten Grotte, die 3.000 qm Bodenfläche umfasst, werden wegen ihrer außerordentlich guten Akustik jedes Jahr Symphoniekonzerte abgehalten. Außerdem werden wir noch die „Unterweltwesen“ kennenlernen, die Grottenolme (lat. Proteus Anguinus). Diese Tierchen sind blind, etwa 15 – 20 cm lang, mit einem hervorragenden Geruchssinn ausgestattet und in der Lage, sowohl durch Lungen als auch durch Kiemen zu atmen. Diese kleinen Wesen können bis zu 100 Jahre alt werden und bis zu einem Jahr ohne Essen überleben. Ihre Hautfarbe gleicht der von Menschen, die sich nicht dem Tageslicht aussetzen. Deshalb werden sie auch „Menschenfischlein“ genannt.

Nicht weit von Postojna in Idrija, befindet sich ein ehemaliges Quecksilberbergwerk, von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt. Ab dem Jahr 1490 lebten die Einwohner von der Förderung von Zinkerzen und Zinnober, das den Grundstoff für Quecksilber lieferte. Die unterirdische Welt kann besichtigt werden, und dabei kann man interessante Details über die Geschichte und Produktion erfahren.

Wir fahren weiter über die Autobahn zur Hauptstadt Sloweniens nach LJUBLJANA (ehem. Laibach, bzw. Emona zur Zeit des antiken Roms), die über 276.200 Einwohner hat. Hier werden wir während der Stadtrundfahrt das Schloss Tivoli, die Orthodoxe Kirche, die Moderne Galerie, die Volksgalerie, das Naturwissenschaftsmuseum, das Opernhaus, das Slowenische Parlament, das Kongresshaus der Heiligen Allianz, die Ursulinen-Kirche und das Haus der Slowenischen Philharmonie sehen. Ein interessantes Detail aus der Geschichte dieser Philharmonie ist, dass auch Ludwig van Beethoven hier Mitglied war und die VI Symphonie „Pastorale“ der Stadt Ljubljana widmete. Nun folgen die Alte Universität (heute Rektorat), das Universitätsbibliothek und am Fluss Ljubljanica kommen wir zur Kreuzherren-Kirche und zur Säule Napoleons. Es ist das einzige Denkmal im ganzen ehemaligen Jugoslawien zu Ehren Napoleons. Diese Säule steht deshalb hier, weil in der napoleonischen Zeit das Gebiet innerhalb der Grenzen des ehemaligen Westjugoslawiens unter dem Namen „Illyrische Provinz“ von Ljubljana aus von 1809 bis 1813 verwaltet wurde. Nach dem Blick auf die Burg aus dem Mittelalter erreichen wir die Franziskaner-Kirche, den Brunnen der drei slowenischen Flüsse, das ehem. Rathaus Rotovž, den Stadtmarkt, das Priesterseminar und die Kathedrale des Hl. Nikolaus. Sie ist der schönste Barock-Dom Sloweniens. Nicht uninteressant ist, dass Ljubljana Zentrum aller Protestanten im ehemaligen Jugoslawien wurde, da hier im Mittelalter der protestantische Einfluss eine wichtige Rolle gespielt hat. Weiter fahren wir am schmalsten Haus Sloweniens vorbei, das trotz einer Höhe von drei Stockwerken nur eine Breite von 2,20 m hat. Über die Drachenbrücke (Stadtwappen) erreichen wir hinter dem Zentrum von Rundfunk und Fernsehen ein Stadtviertel mit Häusern aus der Zeit des Jugendstils, die nach dem Erdbeben von 1895 im zeitgenössischen Stil der Donau-Monarchie wieder aufgebaut wurden. Weiter fahren wir über die Autobahn vorbei an Kranj bis zum Luftkurort Bled, wo bereits das Alpenvorland mit dem Nationalpark Triglav vor uns liegt.

BLED (ehem. Veldes, 5.400 Einwohner) liegt an einem See, der etwa 2 km lang und 1 km breit ist. Er wird durch warme Quellen gespeist, sodass seine Wassertemperatur im Sommer bis zu 25 Grad erreicht. Der Bus fährt uns durch den Ort und um den See. Inmitten des Sees befindet sich eine kleine Insel mit der Wallfahrtskirche der Hl. Maria. Danach fahren wir zum Hotel. Bis zum Abendessen kann die Burg besucht werden, oder man kann einen gemütlichen 5 Kilometer langen Spaziergang um den See mit Blick auf die über 2800 m hohen Alpengipfel genießen, oder sich im Geschmack der berühmten Spezialität aus Bled, die Kremšnite (Kremschnitte), oder Grmada, verwöhnen lassen.

Etwa 5 km von Bled befindet sich der Naturpark Schlucht Vintgar. Dort folgt man dem Fluss Radovna in etwa 2 km Länge über zahlreiche Wasserfälle und Brücken und kommt am Ende bis zum Wasserfall Šum, dem höchsten Wasserfall eines Flusses in Europa. In diesem äußerst wasserreichen sauberen Bergfluss leben die Forellen, die gerne wegen des Insektenfangs aus dem Wasser springen. Die Seiten der engen Schlucht sind bis zu 300 m hoch, sodass die Sonne kaum zum Fluss durchdringen kann. Deshalb befindet sich dort eine Vegetation, die nur Licht, aber nicht unbedingt die Sonne braucht.

23 km nach Bled, am Fuß des Nationalparks Triglav, liegt der größte See Sloweniens: Bohinj. Der Gletschersee ist 45 m tief und hat eine Wasserfläche von über 4,5 qkm. Im Nationalpark Triglav befindet sich hoch in den Bergen der 64 m hohe Wasserfall Savica. Dieser ist die Quelle des Bachs Sava Bohinjka, einer von zwei Bächen, die beim Ort Radovljica den Fluss Sava bilden. Unweit vom Bohinj-See führt die Berggondel zum Aussichtspunkt auf dem Vogel-Plateau mit einem unvergesslichen Blick über die Spitzen der Julischen Alpen mit dem höchsten Berg Sloweniens, dem Triglav.

Ebenso ist eine Schifffahrt auf dem Bohinj-See möglich, die die Gäste nach Zlatorog bringt. Von dort bietet sich die Aussicht zum Hochplateau Vogel.

Für den Abschluss dieser Reise, kann der Abend anstatt im Hotel, im Lokal von Slavko Avsenik und seine Original Oberkreiner, mit der Live-Alpenmusik verbracht werden.

Vervollständigen Sie Ihre Eindrücke von unseren heutigen Besichtigungen mit je einem Klick für Adelsberger-Grotte, für Ljubljana und für Bled.

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Lieber Reisegäste,

wie alle schönen Dinge im Leben, so gehen auch unsere gemeinsamen Tage zu Ende. Es war mir ein Vergnügen, Ihnen meine schöne Heimat zeigen zu können, und ich habe mich gefreut, dass ich Sie kennenlernen durfte. Nun wünsche ich Ihnen eine angenehme und entspannte Fahrt nach Hause.